Vietnam – Wo der Genuss zu Hause ist

Asien Special Tours

Das quirlige Hanoi, die zauberhafte Halong-Bucht und das charmante Hafenstädtchen Hoi An sind längst nicht die einzigen Highlights Vietnams. Die fantastische Kulinarik des Landes läuft den berühmten Sightseeing-Spots zunehmend den Rang ab. Von der Pho Suppe bis zu den Sommerrollen – wir waren auf kulinarischer Entdeckungsreise durch Vietnam.

Die Geschichte des Genuss

Überall duftet es köstlich, von jeder Ecke locken uns neue fantastische Genüsse, die wir nur allzu gern kosten. Vietnams Küche ist derart vielfältig, dass wir den ganzen Tag mit essen verbringen könnten, um uns durch all die frischen, anspruchsvollen Gerichte zu probieren. Dank Einflüssen aus China, Thailand, Korea, Indien und sogar Frankreich ist Vietnam wahrlich ein Paradies für Food-Fans. Wie unser Reiseleiter erzählt, ist auch der vierte Kaiser der Nguyen-Dynastie mit verantwortlich, dass die Kulinarik des südostasiatischen Küstenstaates ein wahres Fest für die Sinne ist. Als Tu Duc das Land von 1847 bis 1883 von Hue aus regierte, war ihm die Ernährung ein ganz besonderes Anliegen. Zu jeder Mahlzeit ließ er sich 50 verschiedene Speisen von 50 Köchen zubereiten und wiederrum von 50 Dienern servieren. So kam es, dass die traditionelle vietnamesische Küche über 500 verschiedene Gerichte zählt. Unzählige Gerichte, deren Köstlichkeit wir uns vor Ort kaum entziehen können.

Auch heute noch wird überall im Land deutlich, wie sehr die Vietnamesen ihre fantastische Essenskultur zelebrieren. Die Küche ist so heilig, dass sie sogar ihren eigenen Gott hat: Ong Tao, den Küchengott. Vom bunten, lauten Markt, auf dem dutzende duftende Speisen feil geboten werden, über die berühmten Garküchen an jeder Ecke bis hin zum noblen Restaurant – in Vietnam wird Kulinarik gelebt. Und ob des hohen Stellenwerts des Essens in der Kultur ist es kaum verwunderlich, dass wir auf unserer Reise nie lange nach köstlichem Essen suchen müssen.

Vietnam gilt als größte Ess-Schule der Welt: das perfekte Reiseziel für alle, die sich ein Land gerne auf der Zunge zergehen lassen. So wie wir. Während wir im Norden des Landes hauptsächlich raffiniert gewürzte Suppen, häufig mit Fisch, speisen, fällt uns in Zentralvietnam besonders der Einfluss der thailändischen Küche auf. Über die Nachbarländer Laos und Kambodscha haben im Süden des Landes indische Gewürze den Weg in die vietnamesischen Kochtöpfe gefunden. So präsentiert sich Vietnam neben seinen allgegenwärtigen Food-Klassikern herrlich abwechslungsreich.

So schmeckt Vietnam

Vom frischen Fisch über fantastisch scharfes Thai-Curry bis hin zum köstlich belegten Baguette, ist die vietnamesische Küche auch für unsere europäischen Gaumen außerordentlich bekömmlich und schmackhaft. Das berühmteste und sicherlich auch beliebteste Gericht der vietnamesischen Küche ist die Pho Suppe. Heiß begehrt wie sie ist, eröffnen nun auch in deutschen Großstädten wie München und Berlin immer mehr Pho-Suppenküchen – so können wir auch nach unserer kulinarischen Entdeckungstour durch Vietnam den Geschmack des Fernwehs genießen. Doch die Pho schmeckt wohl nirgendwo so gut wie in Vietnam selbst.

Neben diesem Highlight zeichnet sich das landestypische Essen des südostasischen Staates durch das allseits beliebte Einwickeln von Fleisch- und Gemüsestückchen in Salatblättern oder Reispapier aus. Die würzige Fischsauce Nuoc Mam, Reis, Kokosnuss, Ingwer, Knoblauch, Chili und frische Kräuter begleiten nahezu jedes Gericht. Ein Glück, dass die vietnamesische Küche zu den leichtesten und gesündesten weltweit zählt. So können wir uns munter durch das umfangreiche Angebot schlemmen, ohne am Ende mit Übergewicht heimzureisen. Im Gegensatz zur westlichen Küche legen die Köche in Vietnam ihren Fokus auf das harmonische Ganze, das Prinzip des Ying und Yang, die fünf Aromen, wie unser deutschsprachiger Reiseleiter erklärt.

Sowohl den Aromen und der Beschaffenheit, als auch den kühlenden und wärmenden Eigenschaften einzelner Zutaten wird bei der Verarbeitung Beachtung geschenkt. So entstehen Gerichte, die eine balancierte, wohltuende Ernährung darstellen. Dieser gesunden Küche kommt es zugute, dass im ganzen Land eine große Vielfalt an Obst und Gemüse gedeiht. Viele der Früchte wie Jackfrucht, Mangostane, Longiane oder Zimtapfel haben wir noch nie zuvor gesehen, geschweige denn gekostet. Dank unserer aufmerksamen Reiseleitung kommen wir auf dieser Reise in den Genuss vieler bis dato unbekannter Köstlichkeiten.

Vietnam – eine Oase für Gourmets, Genießer und Neugierige. Exotische Durians, dank ihres intensiven Geruchs oftmals auch Käsefrucht genannt, Schlange, Schildkröte, Frosch oder gar Ratte, die vietnamesische Kochkunst hält für uns so einige gustatorische Überraschungen bereit. Ein wahres Mekka für mutige. Während wir beim Fleisch etwas zaghafter sind, wagen wir uns tapfer an eine der stacheligen Durians. Wen der Geruch, der mitunter an würzigen Käse erinnert, nicht abschreckt, der wird von einem unvergleichlichen Geschmack überrascht. Süßlich, nach Walnuss und Vanille, aber auch deutlich zwiebelig, ist die Durian zwar gewöhnungsbedürftig, aber durchaus schmackhaft. Wer Vietnam bereist, kann und sollte sich den Überraschungen der Landesküche keinesfalls entziehen.

Und da Hunger und Bildungshunger in Vietnam zusammengehören, bleibt es auch bei uns nicht nur bei der bloßen Verkostung der regionalen Küche. Wie viele Reisende wagen auch wir uns an einen Kochkurs, inklusive vorherigem Marktbesuch mit dem lehrenden Koch.

Selbst zubereitete Pho Suppe oder die ersten selbst gerollten Sommerrollen – es gibt kaum ein schöneres Reise-Andenken als vor Ort angeeignete Kochkünste.

Die Pho Suppe

Good Morning, Vietnam. Die Pho Suppe, das vietnamesische Nationalgericht, finden wir an fast jeder Ecke. Für uns Europäer etwas gewöhnungsbedürftig, gilt die Pho in Vietnam als klassisches Frühstück. Und so zeigt uns unser Reiseleiter diese auch gleich in den frühen Morgenstunden. Die angenehm würzige Suppe verzückt mit Reisbandnudeln, Koriander, Thaibasilikum, Chili, Frühlingszwiebeln, Sojasprossen, Limette, frischen Kräutern und reichlich Fleisch, wahlweise Huhn oder Rind. Während wir zu Anfang noch skeptisch gegenüber einer heißen Suppe zum Frühstück sind, sind wir schon nach kürzester Zeit Fans davon. Das Frühstück der Vietnamesen ist lecker und leicht bekömmlich, die leichte Schärfe im Abgang herrlich angenehm. Der ideale Start in den Tag.

Nur das mit den Stäbchen ist gar nicht so einfach. Denn: auch Touristen wird die Nudelsuppe mit Stäbchen serviert. Was bei uns zu Anfang sicherlich amüsant aussieht, wird zum Glück stetig besser. Und auch der Gedanke, gewiss vor diesem Suppenschüsselchen zu verhungern, verschwindet allmählich.

Ähnlich wie der deutschen Hühnersuppe sagt man auch der vietnamesischen Pho magische Kräfte nach: frisch zubereitet soll sie grippale Infekte, Bauchschmerzen, (Liebes)Kummer und Erkältungen in die Flucht schlagen. Also bei nahezu allen Wehwehchen des alltäglichen Lebens helfen. Koriander (gut für den Magen), Limette (Vitamin C killt Erkältungen) und Rindfleisch (Zink ist ein super Booster für das Immunsystem) gelten als heilende Wunderzutaten. Die heiße Suppe ist in Vietnam sogar so beliebt, dass es Fast Food-ähnliche Ketten wie „Pho 24“ gibt. So ist die Pho während unserer kulinarischen Entdeckungsreise allgegenwärtig. Zum Glück. Denn schon nach einigen Tagen freuen wir uns jeden Morgen auf unsere Frühstücks-Suppe. Vom tropischen Süden bis zum subtropischen Norden variiert das Rezept der Suppe leicht. Rezepte für die Pho gibt es vermutlich so viele wie Mopeds auf Hanois Straßen. Erlaubt ist so ziemlich alles, was schmeckt. Und das tut die würzige Suppe in Vietnam wohl nahezu überall. Eine Vietnam-Reise ohne Pho Suppe – unmöglich!

Vietnams Köstlichkeiten

Neben der Pho gibt es noch einige weitere Gerichte, die wir auf unserer Reise durch Vietnam keinesfalls verpassen dürfen. Nachdem die Einflüsse der französischen Kolonie die Landesküche fantastisch geprägt haben, werden vielerorts Kaffee, Croissants, Butter und sogar Baguettes angeboten. Bei einer Kostprobe des vietnamesischen Kaffees fallen uns das kräftige Aroma und eine malzige Note auf. Meistens wird er mit Kondensmilch und Zucker angeboten und ist sowohl warm als auch eisgekühlt wirklich köstlich. Und wohl eine der wenigen, gemeinen Kalorienfallen der vietnamesischen Küche.

Während die Vietnamesen hier die Kalorien nahezu feiern, haben sie den französischen Klassiker Baguette etwas leichter gemacht. Statt das Rezept einfach aus der anderen Kultur zu übernehmen, haben sie den Teig mit Reismehl versetzt und so einen leichten Snack geschaffen: Banh Mi. Die frisch gebackenen, knusprigen Baguettes, die es mit jeder französischen Boulangerie aufnehmen könnten, begegnen uns ebenso wie die Pho überall im Land. Belegt werden sie mit hausgemachter Schweinepastete, kross gegrilltem Schweinebauch, vietnamesischer Mortadella, Gurke, eingelegtem Karotten-Rettichgemüse, frischen Kräutern und hausgemachten Saucen. Der erste Gedanken, das üppige Baguette niemals ganz zu schaffen, wird schnell wieder verworfen – es ist einfach zu lecker. Dazu genießen wir aus einer frisch aufgeschlagenen Kokosnuss deren erfrischenden Saft. Auch Zuckerrohr- und Limettensaft sind uns stets willkommene Erfrischungen.

Nachgeschmack

Eine derart vielschichtige, fein zubereitete, fantastische Küche wie in Vietnam sucht wahrlich ihresgleichen. Alles schmeckt, alles fasziniert, alles macht Lust auf mehr. Essen ist allgegenwärtig. Auch wenn der Hunger längst gestillt ist, drängen Neugierde, Gelüste und fantastische Gerüche zur nächsten Verkostung. Vietnam: ein Land für alle Sinne. Wir sind noch längst nicht gesättigt. Vietnam, hen gap lai – Bis zum nächsten Mal!

Stephanie Heckl

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