Tierische Abenteuer im thailändischen Dschungel

Go Asia

Ein Besuch im luxuriösen Dschungelcamp Elephant Hills

Es gibt ein kleines Paradies mitten im Regenwald, mitten im Khao Sok Nationalpark im Süden Thailands. Reisen – das bedeutet für mich Abwechslung und nachdem ich mehrere Tage die traumhaften thailändischen Strände genießen durfte, wartet auf mich jetzt ein kleines Abenteuer im Dschungel. Ich werde campen gehen, Tiere beobachten, Elefanten waschen, und Flüsse überqueren. Und das absolut komfortabel und luxuriös. Mitten im Regenwald? Ja – im Elephant Hills, dem ersten luxuriösen Zeltcamp Thailands, ist das möglich!

Ankunft im Camp

Von Krabi aus erreiche ich das Elephant Hills in rund drei Stunden. Schon kurz nach der Ankunft merke ich, dass dieser Ort nichts mit einem gewöhnlichen Dschungelcamp zu tun hat. In wunderschöner Landschaft ist eine gepflegte Anlage gebettet, die mit offener Holzarchitektur und viel Liebe zum Detail besticht. In der Mitte des Camps liegt die Rezeption, der einladende Essbereich sowie der kleine Pool, der sich größentechnisch zwar nicht unbedingt dafür eignet, hier meine morgendlichen Bahnen zu schwimmen, in jedem Fall aber eine erfrischende Abkühlung garantiert.

Auf einem kleinen Steinweg durch einen prächtig angelegten, tropischen Garten gelange ich zu meinem Zelt. Und wenn ich Zelt sage, meine ich eher ein mit Zeltplane überdachtes Zimmer, in dem es mir an nichts fehlt. Hier gibt es ein bequemes Doppelbett, Elektrizität, einen Ventilator, ein gemauertes Bad mit WC und Dusche sowie großzügigen Mückenschutz. Mir schießt unweigerlich das Wort „Glamping“ durch den Kopf, das ich bisher belächelt hatte. Aber doch, an „Glamping“ mitten im thailändischen Dschungel könnte ich mich gewöhnen.

Interaktives Elefantenerlebnis

Das Elephant Hills Abenteuer startet – wie sollte es anders sein – mit einem Besuch bei den elf Elefanten, die zum Camp gehören. Jeder Elefant wird von seinem eigenen Mahout betreut. Der respektvolle Umgang mit den liebenswerten Dickhäutern wird großgeschrieben; hier gibt es kein Elefantenreiten. Stattdessen widmen wir uns den Tieren auf eine andere Art.

Zuerst dürfen sich alle Elefanten ausgiebig im Schlammbad wälzen. Ich beobachte das lustige und ziemlich dreckige Treiben und bin anschließend selbst gefragt. Ausgestattet mit einer Kokosnussschale in der einen und einem Wasserschlauch in der anderen Hand, mache ich mich daran meinen Elefanten zu waschen und abzuschrubben. Der Schlamm geht mühelos ab, allerdings kleben jetzt überall Kokosnussfasern an der Elefantenhaut. Doch damit scheint mein Elefant bestens leben zu können.

Nun beginnt die Fütterung. Ich bekomme Obst, einen großen Korb und ein riesiges Beil. Damit zerkleinere ich Ananas, Bananen, Zuckerrohr und muss gleichzeitig mein bereits elefantenmundgerecht geschnittenes Obst gegen langfingrige Mitreisende verteidigen, die sich in meinem Korb bedienen wollen. Gar kein so einfaches Unterfangen! Wie sich herausstellt haben nicht nur Menschen kulinarische Vorlieben. Mein Elefant scheint vor allem am Geschmack der Ananas Gefallen zu finden und so teilen wir doch unser Obst friedlich miteinander – bis jeder Elefant satt und zufrieden ist.

Kanutour durch den Regenwald

Der Khao Sok Nationalpark verfügt über eine große Artenvielfalt. Hier leben rund 48 verschiedene Arten von Säugetieren, 311 verschiedene Arten von Vögeln, 38 verschiedene Arten von Fledermäusen und unzählige Insekten und Reptilien. Von der atemberaubenden Fauna gar nicht zu reden.

Später am Tag, während der Kanufahrt auf dem Urwaldfluss Sok, kann ich diese Diversität aus nächster Nähe bestaunen. Übrigens muss ich im Kanu das Paddel nicht selbst in die Hand nehmen, ich werde von einem Guide des Elephant Hills ganz entspannt „kutschiert“ und habe so ganz viel Zeit und Muse die wunderbare Natur zu entdecken. Vor mein Auge und meine Linse springen mir große Kröten, kleine Eidechsen, leuchtend blaue Eisvögel und dazu eine Menge traumhafter schöner Blüten, die ich am liebsten alle mit nach Hause nehmen würde.

Am Abend versammelt sich das ganze Camp beim Live-Cooking und wir beobachten wie das Elephant Hills Team die tollsten thailändischen Currys zubereitet, die wir später genüsslich gemeinsam verspeisen.

Buntes Markttreiben und Entspannung am See

Am nächsten Morgen brechen wir direkt nach dem Frühstück auf. Zunächst fahren wir nach Ta Khun und besuchen dort den lokalen Markt. Unser Guide führt uns entlang der Marktstände, erklärt uns die Besonderheiten verschiedener thailändischer Produkte und besorgt uns frisches Obst und andere Leckereien.

Von Ta Khun aus geht es weiter zum Chiao-Lan-See. Hier steigen wir in traditionelle Langboote um und fahren anschließend auf dem großen, künstlich angelegten Stausee, der sich malerisch in die Dschungellandschaft fügt. Die zerklüfteten, grauen Berge, die aus dem Immergrün des Regenwaldes herausragen, sind besonders beeindruckend.

Das Ziel unserer Bootsfahrt ist das Rainforest Camp am nordöstlichen Seeufer, das ebenfalls Teil der Elephant Hills Familie ist. Die Zelte hier gleichen denen im Elephant Hills Camp, nur liegen sie hier auf Holzstegen mitten im See. Da es sich bei meinem Aufenthalt aber um einen reinen Tagesausflug handelt, checke ich nicht ein, sondern entspanne mit einem erfrischenden Drink und dem wunderbaren Blick über den See.

Nach einer üppigen Stärkung im Camp-Restaurant steht uns der Rest des Tages zu unserer freien Verfügung. Wir können durch den Dschungel zu einer nahegelegenen Tropfsteinhöhle wandern, mit gelben Kanus eigens über den See paddeln oder einfach nur am Wasser entspannen, die Sonne und die idyllische Atmosphäre des Rainforest Camps genießen. Anschließend fahren wir zurück zum Elephant Hills Camp.

Dschungelwanderung mit Überraschung

Bevor an meinem dritten und letzten Tag das Abenteuer bereits wieder vorbei ist, steht noch ein weiterer Punkt auf dem Programm: eine Trekking Tour durch den Dschungel. Auch wenn der Weg etwas beschwerlich ist und ich mir statt meiner Turnschuhe vielleicht doch richtige Wanderschuhe wünsche, führen uns unsere Guides sicher durch unbekanntes Terrain. Wir sehen Jahrtausende alte Bäume, überqueren Bäche mittels selbstgebauten Floß-Seil-Konstruktionen und bekommen in der Ferne noch einige Affen zu Gesicht.

Und irgendwie wäre das Elephant Hills nicht was es ist, wenn mich das Team auch hier – mitten im Dschungel – überraschen würde. Plötzlich stehen wir vor einem Holzverschlag, es duftet nach Mittagessen und ein weiterer Mitarbeiter aus dem Camp steht da und kocht. Mitten im Dschungel. Kilometerweit hat er das Essen für uns durch den Dschungel geschleppt.  Nun gibt es also gleich eine komplette frische Mahlzeit aus gegrilltem Fleisch und gekochtem Reis zu. Und zum Nachtisch Ananas!

Ich bin begeistert.

Während ich meine Portion vertilge, denke ich einmal mehr: Das Elephant Hills Camp und seine liebenswerten Mitarbeiter sind purer Luxus! Danke für dieses unvergessliche Erlebnis!