Ponant

Orcas, Bären und Vulkane

Expeditionskreuzfahrt zu den Kurilen

Es brodelt, zischt und pfeift, gewaltige Rauchwolken steigen auf, Asche und vereinzelte Gesteinsbröckchen regnen herab. Gebannt blicken die Passagiere in ihren Zodiac-Schlauchbooten aus sicherem Abstand auf das einzigartige Naturschauspiel. So nahe ist noch keiner von ihnen einem aktiven Vulkan gekommen.

Beim Abendessen auf der Superyacht L´Austral der französischen Reederei Ponant gibt es kaum ein anderes Gesprächsthema.

Expeditionskreuzfahrten gehören in der Kreuzfahrtindustrie, die Schiffe auch mit Eislaufbahnen, Glaskapseln an Kranarmen, Formel 1-Simulatoren oder Autoscootern ausstattet und den Fokus immer mehr auf Erlebniswelten an Bord ausrichtet, zu den letzten Abenteuern.

Dieses Abenteuer und dahin zu reisen, wo kaum jemand bereits war, hat auch viele der knapp 200 Passagiere gelockt, die diese Seereise von Kamtschatka aus zu den Kurilen gebucht haben. Auf eigene Faust ist diese Tour kaum möglich, man erhält für die als Naturpark geschützten Inseln keine Genehmigung und die südlichsten vier Eilande sind Sperrgebiet. Die Kurilen scheinen auch strategisch wertvoll zu sein, wie mehrere Kriege zwischen Japan und Russland und das gegenwärtige Diplomatie-Problem zeigen.

Die Reiseroute ist zwar sorgfältig geplant, denn ein kleines Expeditionsteam hat sich bereits im Vorjahr Anlandungsmöglichkeiten, Natur und andere Sehenswürdigkeiten genau angeschaut. Aber wer auf Expeditionskreuzfahrt geht, muss laut Kapitän Patrick Marchessau wissen, dass jederzeit eine Routenänderung erfolgen kann:

„Es sollte einem klar sein, dass man nicht immer stur nach Fahrplan unterwegs sein kann. Alles hängt von den Wetterverhältnissen und dem Seegang ab. Man kann nicht gegen die Natur arbeiten.“

So fallen auch auf dieser Kreuzfahrt drei geplante Ausflüge buchstäblich ins Wasser. Meterhohe Wellen überspülen die Marina, von der die Zodiacs starten, und machen das Einsteigen für die Passagiere zu gefährlich. Sicherheit steht für Crew und Expeditionsteam, das die Landausflüge, wegen der Möglichkeit auf Bären zu treffen, immer mit Gewehren antritt, an oberster Stelle.

Eine gewisse Fitness ist auf Expeditionskreuzfahrten, bei denen man meistens nicht in Häfen anlegt, sondern mit Zodiacs an den Strand gefahren wird, unerlässlich. Für stark eingeschränkte Passagiere sind diese sogenannte Wet Landings, bei denen man manchmal knietief im Meer stehen muss, nur schlecht geeignet.

Man muss nicht sportlich sein, aber Ponant verlangt ein medizinisches Tauglichkeitszeugnis. Auch richtige Kleidung ist unentbehrlich, vor der Reise haben alle Gäste eine Checkliste erhalten. Wichtigste Utensilien: kniehohe Gummistiefel sowie wasser- und winddichte Hosen.

Die aufgrund der Witterungsbedingungen vorgenommene Änderung der Route erweist sich als Volltreffer. In der alternativ ausgewählten Bucht bekommen die Passagiere mächtige Braunbären zu sehen und am Nachmittag wird die L ´Austral von einer Herde Orcas begleitet.

Neben Vulkanen – es gibt rund 100, darunter 40 aktive, auf den Kurilen und im Meer darum herum – ist es vor allem die vielfältige Tierwelt, welche rund um die Inselgruppe begeistert. Belugas, Grau-, Mink- und Buckelwale, Seelöwen-, Walross- und Robbenkolonien, Seeotter, Silberfüchse sowie Reiher- und Kormoranschwärme sind hier hervorragend zu beobachten.

Weitere Informationen

PONANT, Repräsentanz Deutschland, Neuer Wall 63 (3. Stock), 20354 Hamburg, Telefon: +49 (0)40 80 80 93 – 142, www.ponant.com