DIAMIR Erlebnisreisen

Eine Reise auf dem Pamir Highway durch Tadschikistan

Es heißt ja immer, dass der erste Eindruck der Richtige ist und in diesem Fall stimmt das auch ganz gewiss: Als wir hoch oben in den Bergen auf dem über 4000 Meter hohen Kysil-Art-Pass aus Kirgistan kommend das erste Mal tadschikischen Boden betreten, breitet sich vor unserenAugen eine grandiose Landschaft aus: die schier endlosen Hügelketten und weiten Hochebenen des Pamir-Plateaus, überragt von schneebedeckten Bergriesen und von der tief stehenden Sonne in ein goldenes Licht getaucht, machen uns atemlos ob der unbeschreiblichen Schönheit und die Auslöser der Fotoapparate klicken fast im Sekundentakt.

Auf der Fahrt hinunter zur tiefblauen Fläche des gewaltigen Karakul-Sees können wir uns kaum sattsehen an den Farben und Formen dieser scheinbar menschenleeren Gegend, doch dann taucht unvermittelt das kleine Dorf auf und schon wenige Minuten später sitzen wir, Becher mit dampfendem Tee in den Händen, auf den weichen Teppichen einer Jurte der gastfreundlichen Menschenhier am letzten tadschikischen Außenposten des legendären Pamir Highway.

Der Sonnenaufgang am nächsten Morgen über dem See ist einer von vielen Momenten einer zweiwöchigen Reise, die sich unauslöschlich ins Gedächtnis brennen und mit Worten nicht zu beschreiben sind.

Majestätisch thronen die eisgepanzerten Bergriesen des Pamiro-Alai über der spiegelglatten Wasserfläche und verändern ihre Farbe mit der aufgehenden Sonne von tiefdunklem Rot über kräftiges Rosa bis hin zum leuchtenden Weiß eines strahlenden Morgens.

Schon vor dem Frühstück füllt sich heute die Speicherkarte im Fotoapparat bedenklich und als sich kurz nach 9 Uhr zum ersten Schultag des neuen Schuljahres alle Kinder des Dorfesauf’s prächtigste herausgeputzt auf dem Schulplatz versammeln, kommen auch die Porträtfotografen voll auf ihre Kosten. Stolz begleiten 80 jährige Großväter in traditioneller Tracht ihre Enkeltöchter mit Hello-Kitty-Schulranzen in die Dorfschule. Bildung hat einen enorm hohen Stellenwert hier im abgelegenen Nordosten des Pamirgebirges und wenn man sieht, mit welchem Eifer und Stolz die kleinen Pamiri die Schule besuchen, muss man sich um die nachwachsende Generation hier am Karakulsee gewiss keine Sorgen machen…

Kurz darauf sind wir wieder auf dem Pamir Highway unterwegs und treffen die ersten Fernradler. Sie kommen aus Rosenheim und haben erst wenige Radel-Tage hinter sich, doch die Faszination dieser Fortbewegungsart auf der zentralasiatischen Traumstraße steht ihnen bereits ins Gesicht geschrieben. Die nächsten Tage werden wir noch viele Radtouristentreffen. Unter Fernradlern ist der Pamir Highway gerade ziemlich in Mode…

Wir sind mit unseren komfortablen Allrad-Geländefahrzeugen deutlich bequemer unterwegs – die grandiose Landschaft links und rechts der abenteuerlichen Piste ist jedoch die gleiche.

Die nächsten Tage bringen neben tagtäglich großartigen Panoramablicken unzählige Erlebnisse: einen bunten Marktbummel in Murghab, den Blick zum 7546 m hohen Muztagh Ata vom nahen Sonnenobservatorium, den Geysir von Alichur, Yakherden in Bulunkul, die warmen Quellen hoch über der türkisblauen Wasserfläche des Jaschilkul-Sees, der Blick auf den Hindukusch vom Khargusch-Pass (4344 m), uralte Felszeichnungen bei Langar, und immer wieder Fernradler, meist aus Deutschland und der Schweiz, denen wir auf der staubigen Piste begegnen…

Unser Höhepunkt im wahrsten Sinne des Wortes kommt jedoch erst noch: die Wanderung zur knapp 4000 m hoch gelegenen Engelswiese, malerisch zu Füßen der gewaltigen Südabstürze des Pik Engels (6507 m), des zweithöchsten Gipfels des Südpamir gelegen. Begleitet von Packeseln, die in gemütlichem Trott unser Gepäck tragen, wandern wir in 3 Stunden entlang uralter Bewässerungskanäle sanft bergan.

Dann weitet sich plötzlich das Tal und vor unsliegt die üppig grüne Wiese, die in sanften Bögen der mäandernde türkisblaue Gletscherbach durchschneidet. Ein schönerer Platz um unsere Zelte aufzuschlagen ist kaum vorstellbar. Zwei Nächte bleiben wir hier oben und genießen das großartige Panorama, unternehmen kleine Wanderungen zum nahen Gletscher und dem türkisfarbenen See, erwandern sogar einen kleinen 5000er, der 360° Panoramablicke auf den südlichen Pamir und den nahen Hindukusch bietet. Dann heißt es Abschied nehmen von dem idyllischen Ort und schon 2 Stunden später sitzen wir wieder unten bei unseren Autos beim Picknick mit frischem Fladenbrot, Käse und Melonen.

Die Weiterfahrt über den Pamir Highway führt durch Jamg mit seinem Museum in einem uralten Pamiri-Holzhaus, vorbei an den Festungen von Jamchun und Kachkacha, den heißen Quellen von Bibi Fatima sowie dem Grenzort Ischkaschim mit seinem quirligen Afghanen-Markt bis nach Khorog, der Hauptstadt der Pamiri. Immer wieder begegnen wir unterwegs überaus freundlichen Menschen und staunen über die Vielfalt und Unberührtheit der Natur, bevorunsere Reise in der modernen tadschikischen Hauptstadt Duschanbe ausklingt –ein wahres Kontrastprogramm nach der langen Reise auf dem Pamir Highway, wo dieZeit (noch) manchmal stehengeblieben zu sein scheint!

Text und Fotos: Markus Walter, Geschäftsführer von DIAMIR Erlebnisreisen

Die Berge des Pamir in Tadschikistan und Kirgistan präsentieren sich erstmals auf der ITB mit einem eigenen Stand in Halle 2.1 Standnummer 112.

Mit DIAMIR nach Tadschikistan

Mit mehreren verschiedenen Reisen entlang des Pamir-Highway, von der Natur- und Kulturrundreise über Trekkingtouren bis hinzu Berg-Expeditionen sowie weiteren Angeboten wie z.B. Trekking im Fan-Gebirgeist ist der Dresdner Reiseveranstalter DIAMIR Erlebnisreisen Marktführer bei Tadschikistan-Reisen auf dem gesamten deutschsprachigen Markt. Neben seinen Kleingruppenreisenorganisiert DIAMIR auch individuelle Touren entlang des Pamir Highway und in anderen Landesteilen.

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Reisen & Infos:
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