Go Asia

Ein Tag auf Langkawi

Die malaysische Inselgruppe entdecken

Langkawi ist der Name der Hauptinsel sowie der gesamten Inselgruppe (Pulau Langkawi) vor der Nordwestküste Malaysias. Als Naturliebhaber fühlen wir uns hier sofort willkommen, denn dichte Mangrovenwälder, fruchtbare Reisfelder, imposante Kalksteinfelsen, erfrischende Wasserfälle und traumhafte Strände machen Langkawi zu einem Paradies. Wir erkunden dieses Paradies im Rahmen eines Tagesausflugs und stellen fest, dass man an nur einem Tag auf Langkawi sehr viel sehen und erleben kann.

Mit der Seilbahn über das Regenwalddach Langkawis

Wir erreichen das Langkawi-Archipel, zu dem 99 Inseln unterschiedlicher Größe und Besiedlungsstruktur gehören, am frühen Morgen. Unser erstes Ziel ist es, die tropische Natur der Insel aus der Vogelperspektive zu bestaunen. Quasi so, wie sie das Wappentier Langkawis, der braune Seeadler, tagein tagaus zu Gesicht bekommt. Dazu fahren wir zunächst in das Oriental Village im Nordwesten der Hauptinsel. Das künstlich angelegte Dorf soll seine Besucher wohl mit pittoresken orientalischen Häusern am pittoresk künstlichen See mit pittoresk platzierten Fischerbooten begeistern. Wir persönlich können dieser zur Schau gestellten „Authentizität“ eher weniger abgewinnen und steuern zielgerichtet die Talstation des Langkawi Sky Cab an.

Die rund zwei Kilometer lange Seilbahn bringt uns in gut 20 Minuten auf den zweithöchsten Berg der Inselgruppe, den Gunung Mat Cincang. Schon während der Fahrt durch luftige Höhen bietet sich uns eine wundervolle Aussicht auf Wasserfälle, Baumkronen und den weiten Horizont. Auf dem Gipfel legen wir noch ein paar Meter zur Sky Bridge zurück und sind spätestens dort endgültig sprachlos. Das Dach des Regenwaldes, zerklüftete Bergketten, das strahlende Blau der südlichen Andamanensee und die umliegenden Inseln von Pulau Langkawi liegen uns wortwörtlich zu Füßen und wir können es kaum erwarten, all dies im weiteren Tagesverlauf zu erkunden. Übrigens: Wer die Sky Bridge besucht sollte absolut schwindelfrei sein, denn die in einem weiten Bogen gespannte, 125 Meter lange Brücke hängt nur an einem einzigen Metallmast.

Eine kleine Stärkung mit Nasi Lemak

Sobald wir wieder festen Boden unter den Füßen haben, melden sich prompt unsere Mägen, die die luftige Seilbahnfahrt sowie die luftige Hängebrückenwanderung zuvor sehr gut überstanden haben. Etwas außerhalb des Oriental Village werden wir fündig und kehren in ein kleines lokales Restaurant ein. Auf einer Terrasse inmitten eines Reisfeldes lassen wir uns Nasi Lemak, ein traditionelles malaysisches Reisgericht schmecken. Der Reis wird in Kokosmilch getränkt und schmeckt dadurch fantastisch aromatisch. Dazu gibt es gebratene Hühnerschenkel, frische Gurkenscheiben, geröstete Erdnüsse, getrocknete Sardellen und ein gebratenes Ei. Das klingt erstmal nach einer spannenden Mischung, die wir uns alleine vielleicht nicht so zusammengestellt hätten, die uns aber durchaus überzeugt.

Per Langboot durch den Mangrovenwald

Nach dem Mittagessen geht unser bisher bereits wunderschöner Tag ganz im Nordosten Langkawis weiter. Wir befinden uns im Kilim Karst Geoforest Park und wechseln nun das Fortbewegungsmittel. Nach einer kurzen Sicherheitseinweisung steigen wir in ein traditionelles Langboot und fahren auf den vielen verwinkelten Wasserstraßen des Nationalparks durch die Schluchten der Karstfelsen, durch Mangrovenwälder und vorbei an Höhlen und Wasserfällen. Jetzt wird uns ganz besonders bewusst, warum die Inselgruppe Langkawi offizielles UNESCO-Weltnaturerbe ist. Die Pflanzen- und Tierwelt an diesem Ort ist faszinierend und schützenswert.

Die Mangroven sind der ideale Lebensraum für zahlreiche Tierarten. Wahrend wir im Boot sitzen sehen wir Adler, Nashornvögel, Leguane, kleine Affen und die auf Langkawi ansässigen „fliegenden Lemure“. So wird hier eine Art von Malaien-Gleitfliegern bezeichnet. Wer sich dabei fliegende Äffchen erhofft, der wird leider enttäuscht, denn die fliegenden Säugetiere erinnern eher an Fledermäuse denn an die süßen kleinen Lemuren-Affen aus Afrika mit ihren schwarz-weiß gestreiften Schwänzen. Die exotischen Geräusche des Waldes unterstreichen die tolle Stimmung, die während des Ausfluges durch den Mangrovenwald herrscht und unsere Bootsfahrt und unser Tag neigt sich viel zu schnell dem Ende entgegen.

Am einsamen Strand den Tag ausklingen lassen

Zum Abschluss unseres wunderbaren Tages hier auf Langkawi fahren wir zum Tanjung Rhu Strand, der ganz in der Nähe des Kilim Karst Geoforest Parks liegt. Der berühmteste Strand der Insel ist zwar der langgestreckte Strand von Pantai Cenang, doch dort muss man sich durchaus auf etwas touristischen Trubel einstellen. Zum entspannten Ausklang des Tages bevorzugen wir etwas Ruhigeres und werden nicht enttäuscht.

Tanjung Rhu steht Pantai Cenang in Sachen Traumstrand in nichts nach, allerdings verirren sich vergleichsweise wenige Menschen hierher. Wir sitzen in einer geschützten Bucht und genießen den tollen Blick auf vorgelagerte Felsformationen im Meer während langsam die Sonne untergeht. Dank der Steuerfreiheit ist Alkohol hier auf der Insel relativ günstig. Und obwohl Malaysia mehrheitlich islamisch ist, ist man auf Langkawi relativ entspannt und tolerant. So genießen wir unseren mitgebrachten Sundowner während des Sonnenuntergangs und stoßen auf diesen wunderbaren Tag an. Auf Langkawi! Auf tolle Panoramen und tropische Natur! Und darauf, dass wir wiederkommen!