Das Funkeln der Stille im Paradies

ID Reisewelt GmbH

Geheimtipp Koh Rong

Die zweitgrößte Insel Kambodschas ist ein ungeschliffener Diamant, der im Golf von Thailand treibt und mit einzigartiger Ursprünglichkeit aufwartet. Noch nicht von Touristenmassen entdeckt, kann man hier eine Ruhe und Abgeschiedenheit in gar traumhaft anmutender Umgebung genießen, die im quirligen Südostasien seines Gleichen sucht.

Koh Rong gehört mit weiteren 21 Inseln, welche nahezu unbewohnt sind, zum Kampong-Som-Archipel und liegt rund 25 km vor dem Festland Kambodschas. Vom beliebten Badeort Sihanoukville aus erreicht man die noch als Geheimtipp geltende Inseln in etwa 40 Minuten. Dreimal täglich verkehren Schnellboote zur und von der Insel. Wer sich also zur Überfahrt nach Koh Rong aufmacht, kann sich auf Robinson Crusoe Feeling pur freuen, denn Autos oder gar Straßen sucht man auf der 78 km² großen Insel vergeblich. Auch Elektrizität gibt es bislang nur per Generator und das auch nicht rund um die Uhr.

Doch was bisweilen von manch Reisenden als unvorstellbar abgetan wird, hat auch ganz sicher seinen Charme. Ohne Lichtverschmutzung und Schadstoffe, die den Himmel trüben, kann man nachts eine Dunkelheit und Stille genießen, nur von den Geräuschen der Natur durchbrochen, und eine glitzernde Welt mit abertausenden Sternen bestaunen. Auch ist die Insel bekannt für einen Zauber der besonderen Art. Wer sich in der völligen Schwärze der Nacht in das seichte Wasser vorwagt, trifft dort auf lumineszierendes Plankton, das durch Bewegung zu leuchten beginnt. Magisch funkelnd erscheint das Wasser dann – wie ein Meer aus Glühwürmchen.

Doch nicht nur nachts lockt das kühle Nass rund um die Insel! Denn auch tagsüber eröffnet sich von den 23 weißensandigen Stränden aus für Schnorchelfreunde und Tauchenthusiasten ein gigantisches Unterwassereldorado. Zahlreiche kleine Riffe mit einem kunterbunten, vielfältigen Marineleben liegen in unmittelbarer Nähe zur Küste. Wer es etwas anspruchsvoller mag, kommt bei den rund 15 Tauchspots, die in nur 30 Bootsminuten zu erreichen sind, voll auf seine Kosten.

Bei jedem Tauchgang verspricht die üppige Unterwasserwelt Neues zu entdecken und lässt Taucherherzen garantiert höher schlagen. Wer bislang noch nie Tauchen war und es gerne mal probieren möchte, findet im Koh Rong Dive Center den richtigen Anlaufpunkt. Zu den angeblich günstigsten Preisen Asiens kann man hier Tauchscheine machen und aus einer umfassenden Palette aus Tauchkursen wählen. Vom Open Water bis zum Dive Master stehen einem dort sämtliche Optionen offen.

Die perfekte Reisezeit, um dem „Paradies“ einen Besuch abzustatten, ist in den Monaten Dezember bis März. Im April steigen dann die Temperaturen merklich an und sorgen für ein schwül-warmes Klima. Wer Tauchen möchte, sollte die Monate Mai bis November meiden, denn dann herrscht auf Koh Rong Regenzeit. Die starken Regenfälle, die oftmals von rauem Wind begleitet sind, machen Tauchgänge nahezu unmöglich, denn durch das aufgewühlte Wasser werden die Sichtweiten teils sehr eingeschränkt.

Verführerisch ist jedoch nicht nur das türkisfarbene Wasser rund um die Insel sondern auch der tiefe smaragdgrüne Dschungel, der beinahe die komplette Insel überzieht. Fast unberührt, nur durch einige improvisierte Wege durchzogen, kann man hier auf Trekkingtouren den Geräuschen des dichten Tropenwaldes lauschen und mit etwas Glück einen Blick auf die vielfältige Tierwelt erhaschen. Wer es aktiv mag, kann auch mit einem Leihrad die Insel erkunden oder gar umrunden. Für alle Abenteurer lohnt es sich, dem „High Point Adventure Park“ einen Besuch abzustatten. Dort erlebt man das tropische Dickicht mal aus einer ganz anderen Perspektive und kann sich durch 25 Stationen von Wipfel zu Wipfel hangeln. Von Zip-Lines über Seilbrücken und Surfboard-Zip-Lines schwingt man ähnlich den Affen durch die Bäume und genießt dabei einen berauschenden Blick über die Insel, vorausgesetzt man leidet nicht unter Höhenangst.

Neben den zahlreichen Buchten und Stränden findet man auf der Insel auch vier kleine Dörfer, in denen verteilt die rund 10.000 einheimischen Kambodschaner leben. Hauptsächlich leben sie von den reichen Fischgründen vor der Insel, doch auch einige Gästehäuser und Bungalow-Anlagen, tragen zum Einkommen der Insulaner bei. Gelassen und gemütlich spielt sich das Alltagsleben ab und dementsprechend steckt auch die Entwicklung der Insel noch in den Kinderschuhen. 
Etwas „touristischer“ geht es in dem kleinen Dorf Koh Tui, das am gleichnamigen Strand gelegen ist und an dessen Pier man ankommt, zu. Einheimische Läden und einige lokale Restaurants säumen hier den Strand. Wer sich von Koh Tui aus in südwestlicher Richtung auf einen etwa 60-minütigen Spaziergang wagt, erreicht das zweite Dorf der Insel, Soksan. Wunderschön an einer blauen Lagune angesiedelt, zählt der blütenweiße Strand als einer der schönsten Südostasiens. An dem etwa 400 m langen, Strand wird voraussichtlich 2017 das „The Royal Sands Resort“ seine Pforten öffnen. Mit moderner Ausstattung und Komfort wird die Anlage neue Maßstäbe auf der nahezu unbekannten Insel Koh Rong setzt.

Ein traumhafter Strand, um sich ganz der Abgeschiedenheit hinzugeben, kann man bei einem Abstecher in die Bai Cheap Bucht, die ausschließlich per Boot zu erreichen ist, erleben. Übersetzt heißt Bai Cheap so viel wie „Doppelbucht“ und so trifft man dort auch nicht nur auf einen sondern gleich zwei betörende Strände. Kleine Shops, Restaurants und Bungalow Hotels sucht man hier jedoch vergeblich. Dringt man weiter nach Norden vor eröffnet sich einem, sobald man das dichte Grün verlässt, ein palmengesäumter Strand – der Lonely Beach. Doch aufgepasst vor den Sandfliegen. Diese lästigen kleinen Biester sind oft an einsamen Stränden zu finden. Wer sich jedoch vorab mit Kokosnussöl eingecremt hat, muss sich vor ihren Bissen nicht fürchten. Die zwei weiteren Orte Prek Svay und Dam Skal findet man an der Ostküste der Insel.

Wer von Prek Svay seinen Blick über das azurblaue Meer schweifen lässt, bleibt unweigerlich an den zwei vorgelagerten Inseln hängen. Eine der beiden heißt Koh Bang Pahin, auch besser bekannt unter dem Namen Song Saa. Auf der privaten Insel befindet sich das Song Saa Private Island Resort, welches an Luxus und Privatsphäre kaum zu überbieten ist.Bislang haben nur eine handvoll Touristen diese zauberhafte Inselperle gesehen, sind hier einmal durch den Sand spaziert, haben hier mit einem Schnorchel die bunte Unterwasserwelt erkundet und den Schatten der Palmen genossen. Wer also Lust hat, einen Blick ins Paradies zu werfen, ist auf Koh Rong genau richtig!

Nur wenige Reiseveranstalter, wie beispielsweise der Asienreisespezialist Asiamar, haben bislang Koh Rong im Angebot.

Doch schnell sein lohnt sich, denn magische Orte bleiben nicht lange verborgen und um diese einzigartig, ursprüngliche und authentische Atmosphäre zu genießen, sollte man eine Reise nach Koh Rong nicht auf die lange Bank schieben. Denn die Regierung hat viel für die kleine Insel geplant. So soll in Zukunft durch Investitionen der „The Royal Group“ sowohl ein Flugplatz, ein Golfplatz sowie mehrere Hotels und Residenzen entstehen.